Die Saison als Leybkneter ist zu Ende. Ganzheitliche Massagen und Behandlungen biete ich im Winter nur in Form von Hausbesuchen an. Eine Massagebank bringe ich natürlich mit.

 

Der Winter ist naturgemäß ansonsten die Zeit des Erholens. Die Natur und auch unsere frühen Vorfahren, welche noch (mehr) im Einklang mit der Natur lebten, schaffen und schufen nur mäßig. Regenerations ist das Hauptanliegen. Ansonsten wird sich darauf besonnen, was im kommenden Jahr angegangen werden will.

 

Für uns ist die kalte Jahreszeit dieses Jahr auch die Zeit, um sich dem Hof und dem Wohnhaus zuzuwenden, letzteres winterfest und in ersterem eine Basis zu erschaffen, dank der unser Permakulturhof, unser Abenteuerhof für Kinder, wieder neu aufgebaut werden kann.

 

Also: Baustellen, wo auch immer hingesehen wird. Immerhin: Der Hühner-, der Puten-, der Wachtel- und der Schweinestall sind fertig. Das Schweinegehege (noch viel zu klein) auch. Und das Geflügelgehege zum Großteil. Auch der Naschgarten wird stetig weiter angelegt.

 

Das OG des Wohnhauses sollte dieses Jahr noch voll bewohnbar sein. Es hakt aktuell am Geld. Trotzdem nehmen Bad und Küche allmählig Gestalt an. Hoffe die Öfen sind bald da und auch angeschlossen. Es wird kalt...

 

Das EG, welches später das Nähzimmer und die Praxis enthalten soll, wird nicht, wie gehofft, zum Teil schon in 2016 fertig sein. Zu viel Baumängel die kostenintensiv zu beheben sind. Ein Lichtblick: Fachwerk ist wie Lego. Fast alles kann weitaus einfacher als im "Stein- / Beton- / Stahlhaus" und mit etwas Geschick, selbst gemacht werden.

 

Du möchtest uns dabei helfen? Sehr gern! Du kannst bei uns im Wohnhaus einen Schlafplatz innerhalb der Wohnung bekommen. Auch denkbar ist, dass wir (mit dir zusammen?) den großen Wonhwagen für dich umgebaut bekommen.

 

 

Herzliche Grüße

Axel und Familie

Do

15

Dez

2016

Unser erstes selbstgemachtes Bett

Bisher haben wir nur auf Matratzen auf dem Boden geschlafen, da wir kein Geld für ein Bett übrig hatten. So viel anderes war erst euinmal wichtiger.

 

Und da ich in einem Land lebe, in dem immer weniger Menschen das Geld für meine Dienstleistungen (ganzheitliche Massagen, ganzheitliche Kurse, ganzheitliche Übungskreise und Dialogvorträge) aufzubringen in der Lage sind, bzw. in einer Region, in der diese Dienstleistungen eher wenig bis gar nicht gefragt sind, erlebe ich mich regional weitaus begrenzter in der Lage mehr Einnahmen zu haben als in der Höhe des Regelsatzes der Leistungen zur Existenzsicherung, ist es eben hilfreich seine Möbel selbst bauen zu können..

 

Der Aspekt, dass das Wohnhaus, in das wir mit unseremZuzug hier nach Deensen auf den Hof, eingezogen sind zum Großteil "kaputt saniert" wurde, explizit betrifft das in diesem Fall das Zuzementieren des Gefaches von außen und das Zugipsen von innen (keinerlei Abtransport von Feuchtigkeit nach außen mehr möglich, Schädigung des Gewerkes durch Abgabe von Feuchtigkeit in das Holz), führte zum Schimmelbefall an der Wandfläche hinter den Matratzen. Das wiederum brachte einen dringenden Handlungsbedarf mit sich:

 

Bett bauen, damit die Matratzen von der Wand abgerückt werden können und während des Schlafes weiterhin Kissen, Bettzeug und Kinder im Bett bleiben können (ohne herauszufallen).

 

Das Bild zeigt die Übergangslösung. Das bereits fertiggestellte Kopfteil trennt Matratzen, Kissen und uns selbst von der kalten Außenwand. Ein erneuter Schimmelbefall ist so höchstwahrscheinlich außen vor.

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Di

06

Dez

2016

Danke an alle, die uns helfen

Unser Dank geht vor allem an Sonja, Dennis, Jule, Carlo und Ariana, die alle mehr oder weniger Zeit damit zugebracht haben, um uns zu unterstützen.

 

Ohne dich, Carlo, hätten wir den Hof gar nicht erst. Danke.

 

Ohne dich Sonja, Dennis, Jule und Ariane, wären unsere Hühner nicht mit einem Gehege gesegnet.

 

Und natürlich danken wir auch uns! Wir wünschen euch, jedem anderen, also auch uns, immer öfter zufrieden mit sich selbst zu sein; mehr im Lösungsdenken- und -Handeln befasst zu sein als in der Schuldsuche und dem Denken in Problemen; wie auch, immer öfter, umfassender und langanhaltender ein Mehr an sozialem und ökologischem Ausdruck in die Welt zu tragen.

 

Herzliche Grüße

Axel

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So

30

Okt

2016

Außerhalb der Saison...

Aktuell, und zwar seit Monaten, können wir keine Mails beantworten! Bitte ruf uns also an! 01577 980 10 16 (Axel) 01577 980 10 14 (Beate) - Die Behebung des Defizits und der Festanschluss folgen, so bald die Finanzmittel auch dafür zur Hand sind. Bis dahin ist Wichtigeres zu erledigen. ♥

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So

12

Jun

2016

Unverhofft, kommt oft?

Dachten wir zuerst, dass wir im Glessetal noch länger zu wohnen hätten, haben wir nun doch, extrem zeitnah, einen Hof gefunden, den wir zumindest erst einmal "zwischenzeitlich" nutzen können. Ein Jahr, so haben wir uns gedacht, werden wir mindestens hier in Deensen wohnen, um wieder zu uns zu kommen und diesen gefühlt ewigen Mietstreit mit unserem noch Vermieter in Frieden loslassen zu können. Wird noch so manche Craniositzung brauchen, denke ich. Aber das ist es auch Wert! Traumafreier an anderem Ort neu anzufangen, an statt die Struktur, die den Konflikt mit ausgelöst hat, mitzunehmen, um wieder "das Gleiche" zu erleben.

 

Der Hof liegt übrigens in Deensen. Also auch im Landkreis Holzminden und gehört einem Verein.

 

Es ist ein Hof, in den ich mich sofort verliebt habe. Fachwerk top in Schuss! Fast "unversaut" Gefache mit Lehmziegeln drin. Nur da  "vermurkst", wo Stromleitungen hineingelegt wurden (Gips) oder Rigips-Platten (wegen der Dämmung?) von innen her vor die Außenwände montiert wurden. Jedes Zimmer  mit eigenem Ofenanschluss. - Zwei Grundöfen sind in Planung. - Dach auch. 

 

Ok, das eine oder andere Gefache an der Außenwand hat schnellstmöglich neu verputzt zu werden. Und eine Isolierung von Außen her, Lärchenbretter mit Isofloc-, Zellulose- oder Hanfdämmung zwischen eben diesen (Lärchenbrettern) und der Hauswand, wären ideal. Und der Vermieter hat dies von sich aus auch angesprochen und durchblicken lassen, dass er dies noch vor dem Winter vornehmen will. Hoffen wir, dass es klappt.

 

Aktuell bin ich damit befasst ein Bad zu errichten, welches für 5 Personen groß genug ist, und die Küche so zu verlegen, dass sie ordnungsgemäß an die Kanalisation angeschlossen werden kann. Der Eigentümer wird, wie ich den Eindruck habe, das Material bezahlen und ich mache das Handwerkliche. Ein Freund wird mir in Sachen "Sanitär" über die Schulter schauen. Ein anderer, hoffe ich, in Sachen "Elektrik". Hier wird er wohl selbst auch Hand anlegen. Elektrik is nich so mein Ding...

 

Der Garten ist erst einmal groß genug (ca. 3.000 m²?) , um mit dem weiter machen zu können, womit wir angefangen haben. Geflügelhaltung, Obstanbau, Mosterei. Vielleicht können wir sogar noch unsere Schweine mitnehmen! Im Garten drei Lauben, diverse Obstbäume, kleine Ställe und kleine Lagerräume.

 

Das Haus hat zwei ausgebaute Etagen. Wir bewohnen das Obergeschoss zur miete. Das EG wird, wenn es klappt meine Praxis werden.

 

Das Grundstück hat auch noch ein Nebengebäude. Läuft es optimal, könnten aus einem Teil des Gebäudes Wohneinheiten entstehen. - Wobei die erste im Idealfall für Sonja gedacht ist. - Aber auch Lagerfläche für Futter, Gemüse, Geräte und Abstellplatz für die Anhänger.

 

Zwischen den Gebäuden gibt es eine Hofeinfahrt, die von beiden Seiten mit Toren abgeschlossen werden kann. hier könnten evtl. sogar beide Autos parken!

 

Wenn es nicht Schneverdingen gäbe, würde ich hier wohnen bleiben wollen. Zumindest, was unseren ersten Eindruck an geht. Was aus eben diesem wird, wird sich zeigen.

 

Und Schneverdingen? Dort soll ein "Dorf" mit einer Freien Schule entstehen (http://dorferleben.com/). Das Dorf ist seit 10 Jahren unbewohnt. Einige Familien basteln gerade an der Umsetzung dieser Idee. Da würden wir dann unter "unseres Gleichen" wohnen. Mal sehen, was auch daraus wird. 

 

So. Nun erst einmal eine Fotostrecke vom neu zu schaffenden Bad, dem HWR, der Küche und dem Esszimmer

 

Herzliche Grüße

Axel

 

 

 

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So

20

Mär

2016

Rundum zufriedene Hühner

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Di

08

Mär

2016

Von wegen "einerlei"...

Bei uns gibt es allerlei "Eierlei". 

 

Vom Kleinsten bis zum Größten Ei liegt die Differenz bei ca. 100. Gramm, wohl bemerkt. Das Wachtelei in der Mitte wiegt 13 g, das rechte Araucana-Ei (türkis) wiegt so viel wie ein durchschnittliches M-Ei (51 g), das Ei in der Mitte, das Braune, ein Maran-Ei, wiegt schon 62 g. Links daneben ein übliches Jersey Giant-Ei. 73 g und ganz links?

 

112g. Ein Doppeldotter-Ei eines Orpington-Huhnes.

Respekt!!!

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Mi

13

Jan

2016

Wenn Mensch etwas tut, was gegen die Meinung der "Massen" ist...

Hallo,

 

Wir halten unsere Tiere permakulturell, also artgerechter als es jede Bio-Verordnung vorschlägt. Wir setzen um, was der Weltagrarbericht seit 2008 immer wieder vorbetet.

 

Und trotzdem stehen wir vor dem Aus?

 

"Warum eigentlich wird so oft ausschließlich jenen geholfen, die etwas gewerblich machen?". Diese Frage stelle ich mir oft.

 

Wobei mir die Antwort absolut bewusst ist: Weil die meisten Mitmenschen zu einer Schicht gehören die damals im alten Griechenland mit dem Begriff "Idios" belegt wurde. Das waren Menschen die zu funktionieren und die Systeme nicht zu hinterfragen hatten. Heute kommt dazu eine neoliberal kapitalistisch gewollte Verdummschulung hinzu, dank der die meisten Menschen keine mündigen BürgerInnen mehr sind, sondern stumpfsinnige Konsumenten, die der billige Preis weit mehr interessiert als die asozialen und antiökologischen Zustände dank derer er erst möglich wird. Und, weil der neoliberale Kapitalismus zwar aktuell zusammen bricht, sich aber kaum noch jemand vorstellen kann, dass es auch ohne die totale Ökonomisierung und ohne Ausbeutung gehen kann.


Wir haben einen permakulturell betriebenen Abenteuerhof für Kinder aufgebaut, der jedoch nicht angenommen wird, und halten aktuell über 80 Geflügeltiere, von denen die meisten Hühner sind. Die Rassen sind überwiegend KEINE Hybriden, sondern Orpington, Amrock, Jersesy Giant, Brahma, Maran und Araucana. Hähne halten wir auch, weil wir Naturbrut bevorzugen und nicht wollen, dass "unproduktive "Mitfresser" lebend geschreddert werden. Bei uns lebt ein Hahn so lange, bis er ein anderes Zuhause findet oder als Braten endet. Wobei er zuvor schamanisch von mir geschlachtet wird, damit Leid und Quälerei außen vor bleiben.

 

Die Eier, ca 20 Stück am Tag,  bekommen wir nur schwerlich verkauft. Und das auch noch, obwohl so mancher gewerbliche Halter aktuell überhaupt keine Eier zu verkaufen hat, wie wir von einer Kundin erfuhren, deren Bruder konservativ Hennen hält.

Und auch obwohl wir, bzw. scheinbar gerade weil wir, die Tiere im Freiland auf ca. 3000 m²  halten, dem Tier also weit mehr Raum bieten als jede Bio-Verordnung es vorschreibt und ausschließlich Bio füttern (Futter von Mayer zu Bakum und vom Biohof Esperde) und vielleicht auch, weil wir dies eben (noch?) nicht gewerblich machen können.

Daher haben wir Angst, dass wir kurz vor dem Aus stehen, obwohl wir alles umsetzen, was der Weltagrarbericht seit 2008 vorschlägt!

Warum stehen wir also vor dem Aus? Weil wir sind wie wir sind und wir selbst die Ursache sind für das was wir erleben. Weil wir anders sind und dass hier in der Region gleichzusetzen ist "Ihr gehört hier nicht hin. Ihr müsst weg.". Weil kolportiert wird, dass wir unsere Miete nicht zahlen obwohl wir sie de facto kürzten, da der Vermieter Mietmängel nicht beseitigt hat und es noch immer Richter gibt, die Prozesse führen wie Gebrauchtwarenhändler ihre Autos verkaufen (Gefälligkeitsgutachten). Immerhin. Das Räumungsurteil gegen uns ist seltsamer Weise noch immer nicht gesprochen! Wofür wir sehr dankbar sind! ♥ - Doch was nutzt das, wenn noch immer kein anderer Hof in Sicht ist, den wir nutzen können? "Geduld nur, Geduld." ist nach drei Jahren leichter gesagt als gelebt, wie wir bemerken.


Wahrscheinlich stehen wir auch so nah am "Aus", weil wir in einer Region Niedersachsens unser öko-soziales Projekt betreiben, die irgendwie noch geistig zwischen Mittelalter und Nazi-Deutschland zu liegen scheint. Hier wird brav ausgebeutet und dies nicht als solches oder eben als die einzige Möglichkeit wahrgenommen, dank der die eigene Existenz gesichert werden kann. Hier werden Andersdenkende gemobbt, denunziert und ihnen wird eben nicht geholfen. Das ist wie früher im Kindergarten oder in der Schule: "Mit dem darfst du nicht spielen, der ist doof! Spielst du doch mit ihm, spielen wir nicht mehr mit dir."

 

Daher erhalte ich trotz meiner Fähigkeiten keine Einnahmen jenseits von Hartz IV und deswegen bekommen wir auch die Eier unserer Hennen nur schwer verkauft, scheint mir.

 

Dabei bieten wir alles auf Basis eines Vorschlagspreise an! Jeder kann diesen Preis zahlen oder einen eigenen Preis wählen!

 

Im Falle unserer Tiere kommt hinzu, dass wir unsere männlichen Küken nicht nur leben, sondern auch länger leben lassen als es beispielsweise in der lobenswerten Bruderhahn-Initiative der Fall ist.

 

Unsere Hennen sind eher ineffizient was die Legeleistung angeht und ich schlachte die Tiere, die als Lebensmittel dienen sollen nur schamanisch auf dem Hof (Warmblutschlachterei. - Qualfrei für das Tier), höhere Qualität des Fleisches).

Weil wir Hartz IV-Empfänger sind, die unter Aufbringung so manchen Verzichts den Hof ohne Unterstützung von Behörden, geschweige denn dem sogenannten jobcenter, oder Banken aufgebaut haben, sind wir mächtig stolz auf uns, aber eben auch ein "sozialschmarotzender" Dorn im Auge so manch eines Mitwohners.Nur wenige haben erfasst, dass der Mensch um so mehr auf Kosten anderer lebt, je mehr er sein Eigen nennt, er besitzt, er nutzt, er gebraucht und konsumiert. - Und so finden wir deswegen wohl auch keinen anderen Hof in der Region. Wer will schon Mieter oder Käufer haben, von denen gesagt wird, dass sie ihre Verpflichtungen nicht einhielten und "Querulanten" seien?

 

Doch auch überregional finden wir seit drei Jahren keinen Hof! Was wohl an unserer Einstellung liegt, nie wieder Sklave einer Bank sein zu wollen, keine Nennenswerten Rücklagen haben und also einen Hof nur via Mietkauf, Kauf auf Rentenbasis oder Nutzung über eine Langzeitpacht machbar ist, diese Varianten aber eben nicht mehr en Vogeu sind, wie uns scheint.Meine Großeltern haben so noch ihre Immobilien verkauft. Und mindestens ein Käufer hat so den dreifachen Preis für eine Immobilie bezahlt, da meine Oma so lange lebte.

Sollte dies nun nach einer "Opfermentalität" klingen, so weise ich darauf hin, dass ein Opfer längst aufgehört hätte.Auch bräuchten wir ja "nur" unsere Prinzipien ändern und die Tiere konventionell und in Massen halten, dann hätten wir bestimmt die Unterstützung manch eines Einwohners der Bergdörfer hier. Oder wir nehmen einen Kredit auf, wenn die Banken da überhaupt mitspielten und würden wieder zu Geldsklaven.

 

Doch lieber straucheln wir weiter ab und an und haben mehr Angst, als dass wir unsere Prinzipien verraten.

Aber...

...möchtest du uns vielleicht helfen?

 

Kennst du jemanden, der einen Hof abzugeben hat und sich wünscht, dass ihn Menschen übernehmen, die Kindern die Sinnhaftigkeit und Freude von einer Landwirtschaft Nahe bringen, die innerhalb der Gesetze der Natur gehandhabt wird?

Hast du finanzielle Möglichkeiten uns zu unterstützen und möchtest du uns diese zukommen lassen?

Ich danke dir jedenfalls für deine Aufmerksamkeit!

Herzliche Grüße
Axel (Wartburg) und Familie


 

Sa

17

Okt

2015

Zusammenhalt

Namasté,


lange habe ich nichts mehr geschrieben. Zu selten war ich bei mir und hatte Lust meinen Gedanken Lauf zu lassen und sie schriftlich zu fixieren.


Doch heute Nacht lag ich wach und mir vielen Sätze ein, die ich endlich mal wieder niederschreiben wollte. Von 01.00h bis um 05.00h Uhr schrieb ich daran. Und ich denke es ist ein Grundlagenwerk.


Dieser Text stellt unter Umständen ausschließlich meine eigene Sichtweise dar. Möglicherweise auch die von Sonja und Beate. Das weiß ich jedoch nicht. Bevor du sie also mit mir in einen Topf wirfst, frag bitte erst nach, was sie von diesem Text halten.


Danke! ♥



So eine Art Vorwort:

Wenn ich im Folgenden von mir Rede, ist das nicht, weil Beate zwangsläufig eine andere Meinung hat, sondern deswegen, weil ich grundsätzlich aus tiefster Überzeugung nur für mich sprechen kann. Zwar kann ich glauben, was Beate meint, aber ich kann es nie „wissen“.

 

Alles was du von mir liest, stellt lediglich meine Meinung dar. Ich habe kein Interesse daran Recht zu haben, da ich schon mit meiner eigenen Meinung so viel zu tun habe. Alles was ich von mir gebe ist lediglich meine individuelle Wahrnehmung und kann sich völlig von der kollektiven Wahrnehmung unterscheiden.

 

Ich lebe mein Leben und meine Meinung und lass dich, soweit nicht das Leben oder die Geusndheit von anderen dadurch eingeschränkt werden dein Leben leben. Bitte lass mich also auch mein Leben und meine Meinungen der Art leben.

 

 

Über den „Zusammenhalt“

Kennst du das auch? Eine Familie, in welcher eine Art von „Zusammenhalt“ gelebt wird, welcher deiner Vorstellung von Familienzusammenhalt so gar nicht entspricht? Eine Familie, bei der du dich nicht auf die Familie verlassen kannst?

 

Ich glaube ja, dass das systemisch gewollt ist. Denn eine Familie, die zusammenhält bringt, logischer Weise, nichts auseinander. Oder eher wenig. Und eine Bevölkerung, in der mehrheitlich die Familien zusammen halten ist nicht so leicht reGIERbar. Wenn jedoch so viel Menschen wie möglich Angst haben, unter anderem, weil sie keinen Rückhalt in der Familie haben, dann fällt das ReGIERen wesentlich einfacher und wird mitunter zum Spaziergang.

 

„Was tun? sprach Zeus…“ heißt es in dem Gedicht „Die Teilung der Erde“ von Friedrich Schiller. Und es mag tatsächlich Thomas Gottschalk im Film „Die Supernasen“ gewesen sein, der hinzufügte: „die Götter sind besoffen und der Olymp ist vollgekotzt.“

 

Synonym sehe ich es so, dass die Götter meiner Kindheit meine Eltern waren, die sich am Konsum und an der Möglichkeit Geld einnehmen zu können so besoffen hatten, dass  sie den Zusammenhalt der Familie so vollkotzten, dass letztlich nur Besitztum, Geld und in meinem Fall „der Götter“  eben diese der Nikotin- und Alkoholsucht anheimfielen.

 

 

Tja. Was tun?

Die eine Möglichkeit ist die, dass ich genauso lebe und das Ganze verdränge.

 

Die andere Möglichkeit ist die, dass ich mir der energetischen, der gedanklichen, der gefühlsmäßigen Strukturen und der Handlungsweisen bewusst werde, eine Lösungsidee finde und diese dann, typisch Mensch, unperfekt in der Praxis umsetze.

 

 

Grundlagenforschung

Wie sah sie denn aus die Struktur? Was für Geschehnisse sind mir noch bewusst? Und wo sehe ich Ursachen und Gründe, bzw. wie kann ich andere Ursachen und Gründe schaffen, um mit meiner Frau, meinen Kindern, mit Freunden, de facto mit jedem Menschen dem ich begegne einen anderen Zusammenhalt vorleben zu können?

 

Meine Eltern ließen sich früh scheiden. Meine Schwester und ich wurden ungefragt von meiner Mutter mitgenommen. Wie sich im Laufe der Kindheit/Jugend herausstellte hatte unser leiblicher Vater keinerlei Interesse an uns und unseren Werdegang.

 

Mutter heiratete relativ schnell wieder und es kam eine Schwester hinzu. Ich erkannte den Ziehvater als Vater an. Meine Schwester wohl auch.

 

Die Eltern wollten schnell ein Haus haben und kauften denn auch mit Hilfe der Großeltern eines, bzw. finanzierten es. Auch die für uns angedachten Ersparnisse flossen dort hinein. Schließlich war das Haus ja auch zu unserem Nutzen. So der Grundgedanke.

 

Wir wuchsen als Schlüsselkinder auf. Konfliktmanagement bedeutete bei uns heranzitieren, rhetorische Fragen stellen  oder einfach auch nur anbrüllen. Gefolgt von Ausgrenzung und Bestrafung und, logo, dem Teilen und Herrschen in Form von „Warum kannst du nicht so sein wie deine Schwester?“ Gut und Böse funktioniert eben prima, wenn Mensch manipulieren und die Macht derer, über die er bestimmen will, spalten will.

 

Mit 14 weckte meine Mutter mich mitten in der Nacht, zerrte mich im Schlafanzug auf die Straße und schrie mich an, dass ich nun keine Familie mehr hätte und eine andere Familie suchen könne. Nach viel Tränen und auf Knien anflehend erhörte sie mich denn doch  und ich durfte wieder in mein Bett.

 

Während wir aufwuchsen hörte ich derlei öfter. Als ich ausgezogen war wurde es dadurch ersetzt, dass der Kontakt, teils über Jahre abgebrochen wurde. Auch von mir aus. Wohl bemerkt!

 

Natürlich war meine Mutter im Kinderschutzbund tätig. Solche Widersprüche sind wohl sehr oft zu erleben.  Wichtig ist für mich der Hinweis, dass ich inzwischen eine Sicht eingenommen habe, dank der ich immer weniger zu ver-, zu beurteilen im Sinne von Bewerten suche und den Gedanken pflege, dass meine Eltern stets ihr Möglichstes, ihr sogenannt Bestes gaben. Sogenannt, nicht, weil ich es nicht als ihr Bestes angenommen habe, sondern weil ich mich von der Herrschaftssprache zu distanzieren suche, damit eben ein anderes Miteinander möglich wird. Beziehung an Stelle von Erziehung nämlich. Nicht immer, aber immer öfter.

 

 

Mein Fazit

Meine Analyse der Grundsituation meiner Eltern sieht so aus, wie bereits Anklang, dass die Grundlagen sowohl in einem Drängen im Inneren meiner Eltern  zu finden sein kann, welches ich mit „Meine Kinder sollen es einmal besser haben als ich.“ beschreibe; als auch darin, dass schon gleich nach der APO und der Hippiezeit ein gesellschaftlicher Wandel von statten ging, der unter Umständen schon damals gewollt gewesen sein kann, spätestens, aus meiner Sicht heraus aber heute als gewollt erachtet werden kann.

 

Mein Vater war zwar in der SPD und als Jugendliche gingen wir auch zu Veranstaltungen des „Naturschutzbundes“ oder so, doch von einer Thematisierung der Politik im Familienkreis habe ich wenig im Bewusstsein. Vielleicht waren meine Eltern zu sehr damit beschäftigt Geld zu verdienen, um das Haus abzubezahlen, sich ein Auto leisten und auch in den Urlaub fahren zu können. Also all das anzuschaffen und zu zelebrieren, was Mensch so an Ersatzbefriedigung braucht, wenn er sich seiner Grundbedürfnisse nicht bewusst ist.

 

Natürlich hörte ich auch, dass meine Eltern es „besser“ machen wollten als deren Eltern es mit ihnen „gemacht“ haben. Du vielleicht ja auch.

 

Auch in mir manifestierten sich dieselben  Grundüberzeugungen, wie die meiner Eltern. Schließlich sind die konservativsten Menschen oftmals Kinder, die ihren Eltern nacheifern, bzw. es ihnen Recht machen wollen.

 

 

Was mache ich anders?

Heute jedoch unterscheiden sich meine Grundsätze fundamental von denen meiner Eltern. Was für mich logisch ist, da schon Einstein gesagt haben soll: „Wir können die Probleme die wir haben nicht mit den Strukturen lösen, dank derer wir sie erschaffen haben.“

 

Bei mir heißen die auf den Familienzusammenhalt bezogenen Glaubenssätze / Meinungen / Affirmationen:  „Ich werde das anders machen.“ Und „Meinen Kindern möchte ich etwas anderes bieten.“

 

Da liegt für mich ein völlig anderer Same drin als in „Ich mache das nicht so wie meine Eltern!“ und „Meine Kinder sollen es besser haben!“. Denn zum Einen ist die Bewertung raus und zum anderen die Orientierung hin zu dem was ich nicht will, weg und die Orientierung hin zu dem was ich will klar zu erkennen! Anders und für etwas an Stelle von „besser“ und „gegen“ das der Eltern.

 

 

Wie  setze ich das um?

Zum einen darin, dass ich meiner Mutter, als sie schon im ersten Jahr nach der Geburt von Lutz wieder damit anfing „Zuckerbrot und Peitsche“, in Form von Überhäufung von Geschenken, wie auch in Form von „Du bist nicht mehr mein Sohn“ / „Ich will nichts mehr mit dir zu tun haben.“  / etc. auszudrücken, dass ich ihr meine Grenze setzte und ihr klipp und klar sagte: „Was du mit mir getan hast, lasse ich dich nicht mit den Kindern tun! Ab jetzt herrscht von mir aus kein Umgang mehr mit dir.“, was ich bis heute, immerhin 4 Jahre bisher auch so durchgesetzt habe. Sollten die Kinder irgendwann ihre Großeltern erleben wollen, lasse ich das gerne zu. Doch solange ich sie nicht als sozial gefestigt genug erlebe, werde ich dies auch weiterhin behindern.

 

Zum anderen haben Beate und ich uns gemeinsam für ein Leben mit wenig Geld und viel  Familie entschieden. Der Natur des „durchschnittlichen“ Deutschen entsprechend, werden wir öfter als „asoziale Schmarotzer“ bezeichnet, als dass uns Wertschätzung begegnet. Denn ein solches Leben geht nur der Art, dass keiner von beiden Vollzeit tätig ist, bzw. wenn denn doch, dass er / sie dies entweder von Zuhause aus ist oder das Kind und den Partner mit nimmt. Die Folge ist, wenn ein eher häufiger vorkommender Finanzstatus gegeben ist, der Bezug von Leistungen zur Existenzsicherung. Kurz: Hartz IV. – Übrigens mit allen Entrechtungen von Grund- bzw. Menschenrechten, die damit einhergehen!

 

Mir ist es eben wichtig, dass die Kinder den Papa genauso oft und intensiv erleben können, wie die Mama. Denn hier denken wir, liegt eine der Ursachen für ein Menschenbild, dass dazu führte, dass so viele deutsche Familien einen so, ich sage einmal gelinde formuliert „interessanten Zusammenhalt“ ausdrücken.

 

Eine andere Ursache fängt weit tiefer an. Wie bringen die meisten Frauen in diesem Land ihre Kinder zur Welt? Und wie war das vor 30 oder 40, bzw. fast 50 Jahren, als ich geboren wurde? Und wie bringen Naturvölker ihre Kinder zur Welt, in denen ich Werte als gelebt erleb, die uns scheinbar völlig abhanden gekommen zu sein scheinen?

 

Der Werteunterschied scheint es auch zu sein, warum „wir“ im „Westen“, in der „zivilisierten“ Welt uns eben so erachten und jene Völker, welche natürliche Werte, wie Schenken und Teilen, Zusammenhalten und Unterstützen  leben, als primitiv bezeichnen.

 

Rhetorisch gefragt, denn wissenschaftlich ist es längst erforscht: Doch wo gibt es mehr Ausgrenzung, mehr Angst und wo mehr Freiheit und mehr Hoffnung und Glaube daran, dass das Leben lebenswert ist?

 

Als Beate mit Lutz schwanger war, stand für uns fest, dass wir den Umgang mit Kindern radikal, also von der Wurzel her, zu hinterfragen hatten. Und so forschte ich.

 

Ich fand Werke darüber, dass es hilfreich sei, die Nabelschnur samt Plazenta am Kind zu belassen (Lotusgeburt), weil es natürlich sei; weil die größte Anzahl an Säuglingen beim durchschneiden der Nabelschnur schreit; weil es sein kann, dass das Durchtrennen der Nabelschnur einer der gravierendsten Schritte hin zum Verlust des Urtrauens (Urvertrauen heißt es wohl in der Herrschaftssprache. Doch da Worte mit der Silbe „ver“ stets eine Negationen oder eine Übersteigerung enthalten, bin ich dazu übergegangen, diesen Teil der Herrschaftssprache wegzulassen und mich „natürlich“ zu formulieren).

 

Ich fand Bücher darüber, dass Kinder  in Naturvölkern nach der Geburt einen wesentlich innigeren Kontakt zu ihren Müttern und Schwestern haben, weil sie mindestens dieselbe Zeit, die sie im Mutterleib heranwuchsen von der Mutter oder / und der Schwester getragen wurden. 

 

Auch die Aussage, dass es auch „ohne“ Windeln geht fand ich. Wobei „ohne“ so umgesetzt wurde, wie der Sicherungshaken beim Klettern. Eine Windel ist vorhanden, wird aber nur im Notfall als solche genutzt!

 

Und so begannen wir von Anfang an alles, nein Vieles, anders zu machen…

Lutz wurde im Geburtshaus geboren. In einer Wanne, die Hebamme war eher Begleitung. Und wir ließen, logisch, die Nabelschnur samt Plazenta dran.

 

Ich nahm Lutz so schnell wie möglich und doch so spät wie nötig nackt in ein Tragetuch. – Warum nackt? „Fass einmal jemanden mit Handschuhen an und dann ohne.“ Las ich im Buch „es geht auch ohne Windel“ und brauchte danach keine Begründung. - Für die Plazenta hatten wir eine Jute-Tasche nähen lassen, in welche die in Mullwindeln befindliche und abgespülte, wie auch abgetupfte Plazenta hineingelegt wurde. Die Tasche wurde auch am Körper getragen. Wir erlebten, dass das angenehmer ist, da die Plazenta, logisch, da „das Leben“ sie verlässt“ kalt ist, wenn sie nicht ebenfalls am Köprer getragen wird.

 

Die Plazenta wurde von uns mehrfach am Tag gewaschen und abgetupft. Schon am Tag der Geburt erlebten wir, wie die Nabelschnur dünner wurde. Am nächsten Tag erlebten wir bereits eingetrocknete Stellen. Und am dritten Tag, als wir Lutz aus dem Tuch nahmen, fanden wir Lutz von der Nabelschnur gelöst vor. Optimal abgenabelt, da natürlich. Und für jene, für die es „schick“ sein soll: Der Bauchnabel von Lutz sieht prächtig aus und unterscheidet sich nicht von anderen „Innis“ (nach innen liegender Bauchnabel).

 

Wir hielten Lutz vom ersten Tag an ab, wenn wir den Eindruck hatten, dass er „muss“. Was schnell zu erfassen war, weil wir ihn 24 Stunden am Tag „trugen“. Nachts schlief er auf dem Bauch von Beate oder mir. Warum wir das taten? Weil das loslassen einfacher zu erlernen ist, als das Festhalten – Fällt dir auch auf, dass so viele Menschen eine Herausforderung mit dem Loslassen haben und so oft an längst Überholtem festhalten? Möglicherweise liegt eine der Hauptursachen hier. Das natürliche Bedürfnis des Loslassens von etwas, was nicht mehr gebraucht wird, wird durch den Umgang der meisten Eltern der Art beeinflusst, dass es „unnatürlich“ erscheint, etwas einfach loszulassen. Dabei kann es tatsächlich sehr so einfach sein, wie „Pieseln“ oder „Schietern“.

 

Ab dem 10 Tag machte Lutz schon Pipi in einen Eimer. Schon bald brauchten wir für feste Ausscheidungen keine Windel mehr  und ab dem 18 Monat war Lutz trocken.

 

Selbstredend, dass Lutz lange gestillt wurde und, dass Beate drauf achtete was sie zu sich nahm. Wenn industriell erzeugte Nahrung, die nicht mit Liebe, dafür jedoch mit diversen Giften versehen ist, krank macht, so der Umkehrschluss, dürften biologisch erzeugte LEBENsmittel eher gesund machen, also das LEBEN erhalten, denken wir.

 

Auch dem Thema „Erziehung“  nahm ich mich an und kaufte ein Buch in dem der Satz vorkam: „Beziehung an Stelle von Erziehung“.

 

Ist dir bewusst, dass ErZIEHen ein gewaltsames Vorgehen und so etwas wie eine Dressur, ein Abrichten ist? Mir kommt es so vor. Also öfter beziehen und mit Kindern so umgehen, wie wir mit allen gleichberechtigten Partnern umgehen. Was auch die Sprache und die Art der Kommunikation betrifft!  Wie reden viele Eltern mit ihren Kindern? Als seien sie Idioten, meine ich. Auch Säuglinge erfassen sinngemäß was gemeint ist. Wenn auch meist unbewusst im Unterbewusstsein. Logisch, dass wir also mit Lutz auch sprachen, als er noch im Bauch von Beate war. Wichtig war uns übrigens in der Phase auch, dass wir ihm keine „heile Welt“ vorgaukeln wollten, da diese „Prägephase“ bekanntlich die ist, in der sich Kinder auf die Welt in die sie geboren werden einstellen. Würden wir „Friede, Freude, Eierkuchen“ vorleben, würde der neue Erdenbürger/die neue Erdenbürgerin womöglich in ein enormes Gefühlschaos kommen können, würde es in eine völlig andere Welt geboren werden, denke ich.

 

Mit der Zeit erlebten wir, dass in unterschiedlichen Städten auch unterschiedliche Umgansformen gelebt werden .In Kempen am Niederrhein beispielsweise erleben wir ein offenes, freundliches Miteinander. Möglich, dass dies nur oberflächlich ist, doch ist es das, was wir erleben, wenn wir mit Lutz dort spazieren gehen.

In Gütersloh, wo wir lebten jedoch erlebten wir ein eher unfreundliches, desinteressiertes und eher egomanes „Miteinander“.  Kein Wunder, herrscht dort doch der parasitäre Geist der Bertelsmannstiftung vor. Die Stiftung sagt selbst: „wir unterstützen nur Projekte von uns.“ Und wenn ich an eine Erzählung denke, die ich hörte und die da lautet:

 

Napoleon wurde nach einer weiteren Eroberung eines Dorfes gefragt, ob er alle Bewohner töten lassen wolle. Und er antwortete: „Die Region hat ihren eigenen Geist. Töten wir alle Menschen, so wachsen doch wieder nur Menschen mit eben diesem Geist heran.“

 

 Unabhängig davon, ob diese Erzählung stimmt, enthält sie für mich eine wichtige Kernfrage: „Kannst du etwas anderes vorleben und damit zufrieden sein, wenn du in einer Region / in einer Gemeinschaft lebst, in der grundsätzlich andere Meinungen vorHERRSCHEN?“ Meine Erkenntnis: Das geht nur für eine bestimmte Zeit. Irgendwann zerreiben die Auseinandersetzungen so viel der Lebenskraft, dass ich immer unzufriedener werde.

 

Und so zogen wir um. Nicht nach Kempen, denn dort konnten wir es uns nicht leisten auf einen Bauernhof zu ziehen und uns dem Thema „Selbstversorgung“, bzw. „Abenteurhof für Kinder auf Basis der Permakultur“  zu widmen.

 

Wir zogen in eine Region Niedersachsens, in der der Faschismus wohl noch immer so wach ist, wie nur an wenigen anderen Orten. Doch das war uns zunächst nicht bewusst! Vielmehr erhielt ich durch Nachfragen die Antwort „Wir leben hier alle irgendwie alternativ.“  Was auch aus meiner heutigen Sicht heraus eine Wahrheit ist, die ich erlebe. Während in den Städten sich immer mehr Menschen solidarisch ausdrücken, immer mehr Menschen sich ein „Mehr“ an Sozialen und oder Ökologischem wünschen (ob sie das dann auch vorleben ist wieder etwas völlig anderes!), lebt der Mensch hier eine Alternative dazu. Meist erzkonservativ, egoman und nach dem Grundsatz „Ich habe hier vor dir gewohnt und du hast dich so anzupassen wie ich hier bin.“.

 

Doch damals sah ich es so: „Ein Dorf mit nur um die 60 Einwohner, aus dem heraus gesagt wird, dass alle irgendwie alternativ sind, da werden die Menschen wohl eher das Miteinander im Sinn haben, als das Gegeneinander.“  Ich hätte nicht weiter von dem entfernt denken können, was ich hier erlebe. „Öko“ gilt noch als Schimpfwort. Und schon gar nicht gehören „Ökos“ hier hin. Wer anders ist sollte weggehen. – Natürlich wird hier auch nicht erkannt, dass die eigene Art zu denken und zu handeln die Ursache für die Landflucht und den enormen Preisverfall der Immobilien ist!  Und selbst die Tatsache, dass der Bürgermeister Familien die hierher ziehen wollen, Land schenkt, ändert nichts daran, dass die Ottensteiner Hochebene langsam aber sicher ausstirbt.  Die Menschen halten sich mit der Meinung: „Bei uns geht das ja noch. In anderen Dörfern sieht das viel schlimmer aus!“  am Alten fest. Und schon wieder, das Festhalten an etwas, was längst losgelassen werden könnte und auch notwendig wäre, um „neues Blut“ in die Region zu bekommen.

 

Nachdem tatsächlich alternativ denkende Menschen mit drei Kindern von hier fortzogen, werden wir wohl die nächsten sein. Hoffentlich finden wir bald einen Hof, auf dem wir bis zu unserem Tod leben und wirken können. Damit komme ich zum Durchhaltevermögen.

 


Durchhaltevermögen

Lutz ist heute (17.10.2015) 5 Jahre auf der Welt.  Sein Bruder Elia wurde vor kurzem drei und Bastian ist jetzt etwas über 8 Monate auf der Welt.

 

 Aufgrund der Tatsache, dass wir das öko-soziale Projekt „Medica-Mentem  Raum für Gesundheit und Bildung“ aufbauten, nahmen wir uns für Elia weniger Zeit. Er wurde während einer Hausgeburt geboren. Logisch, Wannengeburt, Lotusgeburt. Doch diesmal fast zur Gänze von Beate und mir allein, da die Hebamme erst kam, als Elia bereits geboren, die Plazenta jedoch noch in Beates Bauch war. Lutz und „meine“ Schwägerin Sonja, die wie eine Schwester für mich ist, waren bei der Geburt auch dabei.

 

Ob wir Angst hatten? Ich kann nur von mir sprechen. Ich hatte erst keine. Schließlich ist das Kinder, bzw. „Junge“ bekommen das Natürlichste der Welt und wird seit Millionen von Jahren meist ohne Ärzte praktiziert. Doch als Elia aus Beate heraus gekommen war uns so grau aussah und nicht atmete, hatte ich meine Angst, dass er tot sein könnte, enorm im Zaum zu halten, damit die anderen von eben dieser nichts mitbekamen. Umso erleichterter war ich, als er dann endlich nach Luft „schnappte“.

 

Getragen wurde Elia fast nur von Beate. Ich war durch die ständigen Reibereien mit Nachbarn, die immer öfter auch zwischen uns aufkamen, durch das ewige und erfolglose Suchen nach einer Einnahmequelle, die ich dank meiner Fähigkeiten und ohne mich ausbeuten zu lassen nutzen könnte so weit von meiner Gelassenheit weg gekommen, dass ich den Sinn der Worte „Erst kommt das Fressen und dann die Moral“ absolut erfassen konnte. Immer seltener erlebte ich mich als der liebevolle Vater oder Partner. Wobei ich den liebevollen Vater weitaus öfter lebte und auch heute noch lebe, als den zufriedenen Partner. Alles hat eben seine Zeit. Den Wunsch Elia tragen zu wollen, fühlte ich sehr selten. Dafür übernahm Sonja, „meine“ Schwägerin, diesen Part .

 

Elia bekam häufiger eine Windel an und wurde im Ganzen jedoch trotzdem seltener getragen. 24 Stunden am Tag lässt sich eben nur durchsetzen, wenn die Familie nichts neu aufzubauen hat, bzw. von mindestens einer Ursprungsfamilie „getragen“ wird. Bei uns trug keine Familie mit. Wir waren und sind auf uns allein gestellt. Nicht ganz! Der eine oder andere Mensch, ob fremd oder Freund, unterstützt uns immer dann, wenn wir nicht mehr ein noch aus wissen. Dafür mein Dank!

 

Bastian wurde vor etwa acht Monaten geboren. Diesmal entscheiden wir uns bewusst für eine Hausgeburt in Eigenregie. Der asozialen Gesetzeslage wegen, dass die Hebamme ins Gefängnis kommen kann, wenn ein Baby bei der Geburt verstirbt und auch die Eltern wegen Totschlag angeklagt werden können, sagten wir Esther sofort, dass wir uns gern von ihr betreuen lassen, aber das Kind alleine zur Welt bringen. Ihre Haftung schlossen wir durch ein entsprechendes Dokument aus, in dem wir jedoch vorgaben, dass wir das Kind im Krankenhaus zur Welt bringen wollten, um selbst der Anzeige des Totschlags zu entkommen, falls etwas schief gehen sollte.

 

Bastian wird wieder mehr getragen. Auch wird wieder mehr  darauf geachtet, ob er „muss“. Das Tragen übernehmen allerdings schon wieder Beate und Sonja, da ich endlich eine Möglichkeit gefunden haben könnte Einnahmen zu generieren, dank der wir aus dem offenen Strafvollzug „Hartz IV (Kurzform HIV)“ herauskommen können und praktisch täglich mit Klagen gegen das sogenannte jobcenter, die ich alleine führe, mit der Suche nach einem anderen Hof, als auch mit allerlei zu tun habe, was den aktuellen Hof und die fast tägliche Info-Suche -  wider der Propaganda die wir glauben sollen - über die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Zustände im Land betrifft, bzw. ziemlich häufig zu sehr mit meiner Unzufriedenheit zu tun habe.

 

Zudem soll der neue Hof ja in einer Region sein, in der es mindestens eine Freie Schule oder eine Montessorischule gibt, da wir in der Endkonsequenz natürlich auch enorm mit dem Schulsystem, hadern. Produziert es doch noch immer überwiegend willfährige Ja-Sager und sortiert  noch immer in 1% angeblich Elite und 99% brave Pflichterfüller ein.  – Was ist auch zu erwarten von einem System, dass dazu erschaffen wurde erst Ja-Sager als Soldaten zu erhalten (Bismarck) und heute Ja-Sager als Konsumenten und Arbeitnehmer?

 


Das Thema ist der Zusammenhalt!

Und mit diesen Struktureen, wie ich sie schilderte, läßt sich eben alles so zusammen halten, dass ich reGIEren kann, wie ich möchte. Unerheblich ob als gwählter Politiker, den ich als Marionette der sogenannten FinanzElite erlebe, oder als Elternteil. Die Frage die sich mit stellt ist die Folgende:


Wie kann bei all den Konflikten eine Familie trotzdem zusammen halten und eine Art zu leben vorleben, von der sie meint, dass es für sie selbst und möglicherweise auch für andere eine Möglichkeit darstellt, dank der im Idealfall auch wir Eltern, spätestens jedoch die Kinder ein Miteinander in die Menschheit und auch in die Natur hinaus tragen, dass die Bezeichnung auch Wert ist?

 

Die Antwort ist, wie immer, bis auf die grundsätzliche Struktur, kein Allgemeinplatz. Jeder hat selbst seinen Weg zu finden. Doch grundsätzlich gehört ein eiserner Wille es schaffen zu wollen genauso dazu, wie die Konsequenz sich und die Familienmitglieder immer wieder wahrzunehmen, zu reflektieren, zu hinterfragen und von Tag zu Tag bewusst zu machen, was ich will. Will ich den bequemen Weg und trenne mich beispielsweise von dem was aus mir selbst heraus nach Ausdruck ruft oder gar vom Partner? Oder will ich den Zusammenhalt vorleben, den ich erleben möchte? Und sei es auch weniger liebevoll als ich es mir wünsche? Was bin ich bereit zu opfern? Was bin ich bereit zu tun, um mir selbst, Partner, den Kindern, der Schwägerin und auch allen anderen bewusst zu machen:

 

Ich lebe mein Ding und lass dich dein Ding machen, wie ich hoffe, dass du mich mein Ding machen lässt. Ich lebe wie ich lebe, weil es mir anders nicht möglich ist, ohne mich selbst zu verraten und zu verkaufen. Ich lebe wie ich lebe, weil es mir wichtig ist, dass unsere Kinder in Zukunft mehr in Freiheit und zufriedener mit sich selbst leben und nicht mehr als Lohnsklave und braver Untertan. Ich lebe wie ich lebe, weil es mir wichtiger ist, dass wir und die Kinder , die nicht unsere Kinder sind, sondern die Kinder des Lebens, nach unseren Bedürfnissen leben und sich nicht von eben diesen durch Ersatzbefriedigungen zu ersetzen suchen. Denn erstens sind Ersatzbefriedigungen keine befriedigende Lösung für mich, noch haben sie für mich etwas mit Frieden zu tun.

 

Denn die meisten Ersatz“befriedigungen“ nutzen wir auf Kosten anderer. Menschen, Kinder sterben dafür, dass sich Menschen der westlichen Welt diesen Luxus, diesen Wahnsinn leisten können, nicht nach den Regeln der Natur, welche unter anderem das Schenken und Teilen sind, leben, sondern  ihre Zufriedenheit, ihren inneren, ihren familiären und ihren Zusammenhalt als Gemeinschaft dem Mammon und dem Konsum opfern.

 

  

Warum tu ich mir, der Familie und anderen das an?

Im Grundgesetz steht (unter anderem):

 

Art. 1:

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.

 

Art. 2:

(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

 

Art.3:

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

 

Art. 4

(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

(3) Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.

 

Art. 5

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

 

Art. 6:

(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.

(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.

(3) Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen.

(4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.

(5) Den unehelichen Kindern sind durch die Gesetzgebung die gleichen Bedingungen für ihre leibliche und seelische Entwicklung und ihre Stellung in der Gesellschaft zu schaffen wie den ehelichen Kindern.

 

Art. 11:

(1) Alle Deutschen genießen Freizügigkeit im ganzen Bundesgebiet.

(2) Dieses Recht darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes und nur für die Fälle eingeschränkt werden, in denen eine ausreichende Lebensgrundlage nicht vorhanden ist und der Allgemeinheit daraus besondere Lasten entstehen würden oder in denen es zur Abwehr einer drohenden Gefahr für den Bestand oder die freiheitliche demokratische Grundordnung des Bundes oder eines Landes, zur Bekämpfung von Seuchengefahr, Naturkatastrophen oder besonders schweren Unglücksfällen, zum Schutze der Jugend vor Verwahrlosung oder um strafbaren Handlungen vorzubeugen, erforderlich ist.

 

Art. 12

(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.

(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.

(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.


Art. 19:

(1) Soweit nach diesem Grundgesetz ein Grundrecht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes eingeschränkt werden kann, muß das Gesetz allgemein und nicht nur für den Einzelfall gelten. Außerdem muß das Gesetz das Grundrecht unter Angabe des Artikels nennen.

(2) In keinem Falle darf ein Grundrecht in seinem Wesensgehalt angetastet werden.

(3) Die Grundrechte gelten auch für inländische juristische Personen, soweit sie ihrem Wesen nach auf diese anwendbar sind.

(4) Wird jemand durch die öffentliche Gewalt in seinen Rechten verletzt, so steht ihm der Rechtsweg offen. Soweit eine andere Zuständigkeit nicht begründet ist, ist der ordentliche Rechtsweg gegeben. Artikel 10 Abs. 2 Satz 2 bleibt unberührt.

 


Diese und andere Rechte und Pflichten nehme ich ernst und fordere sie für mich und die Familie, der ich zugehörig bin ein. Wie auch für dich und deine Familie. Nach ihnen richte ich mein Leben aus.

 

Denn würden wir uns alle nach Ihnen ausrichten, lebten wir sie alle vor, achteten wir sie alle, wir würden ein völlig anderes Miteinander leben und erleben. Ein miteinander, dass es Wert ist auch so bezeichnet zu werden.

 

Doch weil so viele Menschen die Grundrechte nicht kennen; weil so viele Menschen ihre Grundbedürfnisse, wie auch die Grundbedürfnisse der Mitmenschen nicht kennen; weil so viele Menschen nicht zwischen Berufung/Beruf und Einnahmequelle/Job unterscheiden; weil so viele Menschen konsumieren wie sie konsumieren und nicht hinterfragen, was hinterfragenswürdig ist; Weil so viele Menschen sich so von ihrer eigenen Angst antreiben, an Stelle von Ihrem Trauen, ihrem Glauben, Ihrer Liebe, beflügeln lassen, erleben wir ein „Miteinander“, was ich als Gegeneinander erleb.

 

Das alles ist für mich der Grund, warum wir unser Leben der Wirtschaft opfern. Wie Platon schon in seinem Höhlengleichnis darstellt, tendiert der Mensch dazu lieber das Gewohnte zu behalten, obwohl es sich als falsch, als überholt herausgestellt hat, er tendiert dazu lieber den Boten des „Anderen“ (Gedankens) zu opfern, als den anderen Gedanken anzunehmen und sich dadurch selbst zu ändern. Er verkauft die Fessel mit der er sich bindet lieber als goldenes Fußkettchen, als sich einzugestehen, dass er ein Sklave ist. Ein Sklave seiner Angst.

 

 

Herzliche Grüße

Axel

 

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So

31

Mai

2015

Artgerechte Tierhaltung

So

17

Mai

2015

Langes Wochenende...

Moin Moin!

 

Vom Grundsatz her war ja für heute angedacht die Vorzuchten auszupflanzen.

 

Aber ersten war das eine oder andere dann doch noch immer etwas klein und zweitens kam es mal wieder anders als gedacht.

 


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So

03

Mai

2015

Wie das Leben so spielt

Vom Grundsatz her wollen wir weg. Und auch jene, die direkt um uns herum wohnen, bzw. auch unser Vermieter, würden uns lieber heute als morgen hier weg haben.


Doch scheinbar haben wir hier noch immer die eine oder andere Lektion zu erfassen, bzw. zu lernen.


Und zwischenzeitlich werden wir hier eher mehr, denn weniger.


Vor fünf Tagen sind zwei Hängebauchschweine bei uns eingezogen. Der ehemalige Besitzer suchte sie dringend abzugeben. Und da sie uns zum einen an die Schweine erinnern, die wir später auch halten möchten - genau, Schwäbisch Hällische - und weil ich dachte, den Fuchs so fern  halten zu können, ohne den Elektrozaun bauen zu brauchen, fiel die Entscheidung sie aufnzunehmen leicht.


Ok, das mit dem "Fuchs fern halten" stimmt denn wohl nur am Tage. Und da die zwei Süßen, die auf die Namen Rosalie und Wilma hören, gern auf Nachbars Grundstück spazieren, hatte ich den Zaunbau dann doch, und zwar sowohl umfassender, als auch schneller, voranzutreiben und umzusetzen.

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Di

14

Apr

2015

Calmaté - Beruhige dich

Wir erleben, dass wir einen "vor den Latz" bekommen haben...

 

...Runter kommen. Sammeln. Zeit zur Reflexion und zum lösungsorientierten Dialog.

 

Was erleben wir?

 

Welcher Konflikt in uns, bzw. miteinander ist Ursache dessen, was wir erleben?

 

Wollen wir den Konflikt lösen? 

 

Wie möchten wir den Konflikt lösen?

 

Beginnen wir von Anfang an...


Ich fand einen Hof, von dem ich nicht überzeugt war. Doch ob der "Alternativen" redete ich ihn mir schön. Wohl nicht die optimale Grundlage für einen Ort des Gesunden Miteinanders, oder?

 

Also erlebte ich in der Folge vielerlei, dank dem ich im Einzelfall sagen konnte: "Naja, was soll´s. Schafen wir schon. Irgendwie." Doch in der Summe sieht es dann doch eher aus, wie eine Litanai von Zeichen und Hinweisen. Gesamt-Tenor: "Geh noch einmal in dich! Willst du dir das wirklich antun? Ist das gesund für dich und deine Familie? Ist das der Ort, an dem du sesshaft werden willst?"

 

Doch erlebte ich eben einen Umstand, der mir sehr wichtig ist. Es wohnen Gleichgesinnte in der Nähe. Und wir könnten uns gegenseitig unterstützen und auffangen, feiern und entwickeln.

 

Doch was nutzt es, wenn jeder von uns einen Vorbehalt hat. "Die Küche hätt´ ich lieber so, dass ich die Kinder von da aus im hof und im Garten spielen sehe.", "Der Betonputz muss runter. Und die drei nach außen drängenden Balken... ...ob wir das alles alleine gemeistert bekommen?", "Wenn ich den Hof jetzt kaufe, steht meiner Frau, von der ich getrennt lebe, die Hälfte zu. Die Scheidung geht vor!"

 

Und so wurde programmiert, was wir letztlich erlebten.

Die Absage.

 

Also. Annehmen was erlebt wurde. Runter schalten. Dankbarkeit für das Erlebte (emp)finden und leben. Abstand nehmen. Noch einmal sammeln und klären, was wir uns wünschen und wann wir es uns wünschen. Dann noch intensiver das vorleben, was wir uns als Erlebnis wünschen. Gegenseitiges Unterstützen, nämlich. Weniger Oberflächlichkeit und Ablenkung. Mehr Tiefgründigkeit und schaffen an dem was wir gerne tun und was wir erreichen möchten.

 

Und:

Uns in Geduld und im Glauben üben, dass wir stets erleben, was für unsere Entwicklung das direkt Hilfreichste ist. Unabhängig davon, was das Ego dazu sagt.

 

Es gibt so viele Höfe im In- und Ausland.

Unserer ist garantiert dabei und wartet nur darauf von uns entdeckt und entweder wiederbelebt oder weiter gelebt zu werden.

 

Namasté

 

Di

07

Apr

2015

Fraktale Fehler & Lösungsansätze

Namasté.

 

Die Dokumentation "Zeitgeist Moving Forward" befasst sich mit den aktuellen Herausforderungen der aktuell crashenden Systme und bietet bietet interessante Lösungsansätze, wie ich meine.

 

Fast all die vom Menschen erschaffenen System laufen den Naturgesetzen zuwider. Ein Grund, warum sie irgendwann zusammen brechen. Was die Natur schädigt, ist grundsätzlich dem Untergang geweiht, so es diese ausreichend stark schädigt.

 

Grundsätzlich wollte ich hier so lange über nichts anderes schrieben als über unser Projekt, bis unser neuer Wohn- und Schaffensort gefunden und ggf. biologisch so weit herausragend saniert wurde, dass er bewohnbar ist und eine Basis bietet, dank der nachhaltig Lebensmittel angebaut, Tiere gehalten und Menschen darin unterstützt werden können sich selbst gesund zu machen und zu bilden.

 

Doch letztlich wäre dies egoistisch, denk ich grade...

 

Und da der oben verlinkte Film vom Grundsatz scheinbar alles enthält, was ich an Kritik vorzutragen haben, wobei ich dazu sage, dass jede Kritik das Potential hat konstruktiv genutzt zu werden, wie auch Ideen zur Lösung der aktuellen Herausforderungist es mir wichtig ihn hier und jetzt zu posten. Mit der Hoffnung, dass du dir die Zeit nimmst ihn in ganzer Länge, gern in Etappen, auf dich wirken zu lassen und seine Aussagen zu reflektieren.

 

Danke. wie immer, für deine Aufmerksamkeit!

 

Herzliche Grüße

Axel  

2 Kommentare

Di

07

Apr

2015

Zeitgeist Moving Forward

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Fr

20

Mär

2015

Die Natur lässt sich nicht reglementieren...

...und nach den Naturgesetzen lebende Menschen auch nicht

 

Ich lieb es, den Staat mit seinem Verwaltungs- und Reglementierungswahn ad absurdum zu führen.


Obwohl die gesamte Natur eine absolute Anarchie ist, haben die meisten Menschen Angst dies auch für sich zuzulassen.


Dabei kann der Mensch die Natur und Menschen die sich ihren Ängsten selbstbewusst stellen, nicht reglementieren, da die einzigen Regeln der Natur die Naturgesetze sind und jene, tatsächliche, Moral und Ethik, die sich selbstbestimmte Menschen selbst geben.

 

Soeben beim Standesamt.

Der Dialog ist sinngemäß und auf das Wesentliche reduziert wiedergegeben:

 

„Hallo!“ sage ich. „Guten Tag.“ Antwortet die Bedienstete des Standesamtes. „Haben Sie ein paar Minuten Zeit für mich?“, frage ich daraufhin. Was sie mit der Einladung nährer zu kommen beantwortet.

 

„Ich möchte die Geburt unseres dritten Sohnes anmelden.“ Fahre ich fort, setze mich nach der Einladung auf einem Stuhl Platz zu nehmen hin, reiche das Familienstammbuch und meinen Personalausweis der auf mich sehr freundlich und natürlich wirkenden Dame.

 

„Ich weiß nicht, ob wir noch irgendetwas brauchen.“ Füge ich hinzu.

 

„Wir haben hier nicht so viele Geburten.“ Bekomme ich zu hören. Was wohl schon viel über die Bevölkerung hier aussagt.

 

Nach dem Überprüfen, welche Unterlagen die Dame noch braucht, erfassen wir, dass eine schriftliche Bestätigung eines Arztes, einer Hebamme oder eines Geburtsbegleiters vorzulegen ist.

 

„Wir haben eine Hausgeburt gehabt, bei der nur wir zugegen waren. Unsere Hebamme haben wir bewusst vorher ausgeschlossen, damit sie nicht Gefahr läuft im Extremfall wegen Todschlags angezeigt zu werden. Wir haben diese Konsequenz nur auf uns reduziert.“  „Das geht nicht.“ Lautet die Antwort, die ich erwartet habe und nehme sie schmunzelnd in Empfang.


„Ja, das ist mir bekannt, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Doch sind wir die Einzigen die bestätigen können, dass wir ein Kind zur Welt gebracht haben. Übrigens zum zweiten Mal. denn bei Elia, unserem Zweitgeborenen war auch keine Hebamme zugegen.“ sage ich und lächle die Dame freundlich an.

 

Sie steht auf, auch weiterhin freundlich und hilfsbereit, und sucht sich das Buch, in dem geregelt ist, was behördlich wie zu sein hat. Unpraktisch, dass in ihm mit keinem Wort auf Geburten im Auto, von mir aus auf dem Weg zum Krankenhaus oder eben auch Hausgeburten erwähnt sind.

 

„Wir sind eben unnormal und machen als selbständige Menschen gern, was der Staat nicht erwartet.“ Sage ich. Wissend, dass wir auch so manchem Untertanen ein Dorn im Fleische sind. Und außerdem: „Ich habe eine Idee. Da niemand außer uns bestätigen kann, dass unser Sohn geboren wurde, wohl aber die Hebamme bestätigen kann, dass ein Neugeborenes von uns gepflegt wird, was halten Sie davon, wenn wir bescheinigen, dass unser Sohn geboren wurde?“

 

„Ja, so machen wir das. Ich schreibe Ihnen eine Bescheinigung, wie sie Hebammen, Ärzte oder andere Geburtsbegleiter auszufüllen haben und schicke diese dann Ihnen zu.“

 

„Und fügen bitte noch den Passus hinzu, dass unsere Hebamme bestätigt, dass ein Säugling in unserer Familie anwesend ist.“ erwidere ich.

 

Tja, so ist das, wenn Mensch eigenständig lebt. Es ist im System nicht vorgesehen. Und während der Staat immer öfter seinem Untertanen als unmündigen wahrnimmt, und darauf mit Entrechtung reagiert, gibt es immer wieder Menschen  wie uns, die ihm mit einem Lächeln den symbolischen Stinkefinger präsentieren.

 

Wir sind nicht der Staat, wie wir auf der Schule weiß gemacht bekamen. Ganz im Gegenteil haben wir immer öfter unsere Rechte und Bedürfnisse gegen den Staat durchzusetzen!


Wir werden vom Staat als Bürgen und Untertanen missbraucht, obwohl die meisten noch wähnen als Bürger wahrgenommen zu werden.. Und so meisten Menschen in diesem und in anderen Landen sich so viel sang- und klanglos gefallen.


Wir nicht. Und wir werden täglich mehr.

Der (Bewusstseins-) Wandel mag sich verlangsamen lassen. Doch ist er unaufhaltsam. So unangenehm und unerwünscht dies für viele auch zu sein scheint.

 

Wir erwarten also das Bescheinigungs-Formular, welche sich mit Genuss als Hebammer-Ich, ungeschult und erfahren“ unterzeichnen werde.


Womit ich auch Hartz IV ad absurdum führe, da ich bestätige, dass wir einen Menschen mehr im Haushalt haben, der Hartz IV zu bekommen hat, während aus dem sogenannten jobcenter heraus weiterhin versucht wird uns a la  „Bringen Sie bis zum (Tage X)  die Geburtsurkunde und einen Kostenvoranschlag zur Anschaffung der Möbel für das Neugeboren mit und beachten Sie, dass es Höchstgrenzen gibt, die zu erstatten sind.“ zu entmündigen. Sorry, mit uns geht das nur auf Augenhöhe.

 

Deutschland, Land der obrigkeitshörigen Menschen, Land der Arroganz und Überheblichkeit, Wir werden täglich mehr, die sich dem allem widersetzen. Die kritische Masse ist bald erreicht. Und ihr, die über uns zu herrschen suchen, ihr fühlt das und werdet täglich nervöser und hilfloser. Diktatur, auch wenn sie als Demokratie verkauft wird,  ist eine relativ kurz währende ReGIERungsform. Wir tun alles, um eine direkte Mitbestimmung zu leben. Öfter, umfassender und langanhaltender. Denn soziale und ökologische Antworten auf die drängenden Fragen von heute gebt ihr nicht. Dann geben eben wir euch unsere.

 

Während der Staat unsereiner nach dem Ignorieren und dem Lächerlichmachen nun mit Verleumdung und unter Umständen auch mit Unterwanderung begegnet, ob bei S21, bei den Mahnwachen, dem Friedenswinter oder jüngst Blockupy, zeigen wir deutlich auf, dass wir unseren eigenen Willen haben und ihn durchzusetzen wissen.


Und die Angst darüber macht sich in den sogenannten, aus meiner Sicht inzestinösen, Eliten genau so breit, wie im Kreise der Kofferträger in Politik, den Verwaltungen und den Propaganda-Medien, welche eine neutrale Berichterstattung vermutlich nur noch dann, wohl als Alibi für die Zukunft, bringen, wenn die meisten nicht mehr TV schauen (ab 22.45h also) oder wo die meisten nicht hinschauen (Internet).


Dass sie die Abläufe leugnen, immer öfter unflätig kommentieren und immer mehr Angst und Schrecken zu verbreiten suchen, wie auch immer mehr Grundrechte einschränken, zeigt mir das ganz deutlich.


Bereite dich auf den Tag X vor, an dem die vom Menschen erschaffenen widernatürlichen Systeme zusammenbrechen. Denn dass er kommt ist mathematisch gewiss..


Wir tun es jedenfalls täglich.

 

Herzliche Grüße

2 Kommentare
aboutpixel SVAIR
aboutpixel SVAIR

Medica Mentem 

ist latainisch

und bedeutet so viel wie

Heile den Geist“.

Wir nutzen den Begriff im Sinne von:

„Wessen Geistes Kind bist du?“.

 

Wir haben uns der Herausforderung gestellt

immer öfter, umfassender und langanhaltender

den Geist des Natürlichen, das Miteinanders,

zum Ausdruck zu bringen.

 

Daher haben wir vor über einem Jahr einen Resthof gemietet,

um zu erleben,um vorzuleben, ob und wie wir es schaffen, dies umzusetzen. Denn frei nach Goethe empfinden wir:

 

„Der Worte sind genug gewechselt, lasst uns endlich Zeichen setzen.“

 

 

 

 

 

 

 

Gästebuch:

Kommentare: 4
  • #4

    Heike Sprave (Mittwoch, 04 Januar 2017 22:58)

    Eine wunderbare Seite. Es lohnt, sich darin zu vertiefen - vor allem wenn einem bewusst ist, dass der Mensch nur wenig braucht um Mensch zu sein. Danke für die vielen Informationen

  • #3

    Biene (Donnerstag, 05 November 2015 13:45)

    Hallo, die Seite ist sehr schön gestaltet. Vielleicht wäre es aber doch gut, ein Rechtschreibprogramm zu finden ;o)

  • #2

    Gabi und Franz (Donnerstag, 27 August 2015 13:10)

    Hallo Axel, habe endlich Zeit und Ruhe gefunden durch eure Seiten zu klicken und habe viel von dem wiedergefunden was wir suchen. Arbeite immer noch deine Massage von Bückeburg auf. Hoffe wir sehen uns bald wieder. Unbekannterweise liebe Grüße an deine Familie von uns.

  • #1

    Ralf (Freitag, 24 Juli 2015 12:49)

    Tolle Seite,

    danke für deine Massage in Bückleburg und für die Übungsanleitungen. Die "ziehen" wirklich rein.

    Gruss
    Ralf