Gerichtstermin Hühner-Mastanlage Dielmissen

Namasté!

 

In Hannover fand heute der Prozess um die Masttieranlage in Dielmissen statt, in der 80.000 Hühner gehalten werden sollen.

 

Faszinierend zu erleben, wie Eltern von drei Kindern, eben diese Kinder einer Schadstoffbelastung aussetzen wollen, wie sie durch Massentierhaltung nachweislich besteht (deswegen dürfen diese Anlagen nicht näher als 500m an siedlungen herangebaut werden!), trotzdem damit argumentieren, dass sie Eltern seien, die das leibliche Wohl ihrer  Kinder im Bewusstsein haben. Wobei ich glaube, dass sie es auch so sehen. Sie haben, aus meiner Sicht heraus, nicht erfasst, wie gesundheitsgefährlich eine solche Anlage auch für ihre Kinder ist. Von den Tieren ganz zu schweigen.

 

Als der Sitzungstag dem Ende zuging hatte ich den intuitiven Gedanken, dass es zur Verhinderung der Anlage das Sinnvollste sei, dass der Justitiar des Kreises Holzminden, an der Ablehung festhält. Obwohl die Mehrheit derer mit denen ich sprach anderer Meinung war, ließ ich mich von der Einstellung nicht abbringen und bekam sie auch kurz darauf von zwei Volljuristen, unabhängig voneinander, bestätigt.

 

Der Justitiar des Kreises hatte aus meiner Sicht nicht die Absicht die Masttieranlage zu verhindern, sondern einen Scheinprozess zu führen.*

 

Als ich ihn nach dem Termin darauf ansprach, dass er den Prozess aus meiner Sicht "in den Sand gesetzt habe", weil er nicht standhaft blieb und somit verhindert hat, dass ein Neuantrag für den Bau der Masttieranlage auf Grundlage neuester gesetzlicher Bestimmungen gestellt werden würde, wollte er davon nichts wissen.

 

Zudem ergab sich in einem Gespräch zwischen mir und zwei Volljuristen, dass es eine wenig hilfreiche Lösung ist, eine Anlage formal zu verhindern und, dass es weitaus sinnvoller, weil zielführend für die Verhinderung zum Bau einer eben solchen Anlage, ist, die Zulassungsformalien in Frage zu stellen, da diese praktisch alle völlig veraltet und somit praktisch nicht auf dem neuesten Kenntnisstand sind und die größtmögliche Wahrscheinlichkeit zu einem Bauversagen darstellen.

 

Doch da dies vom Kreis anders angegangen wurde, wie auch, weil es so lief, wie es lief, ergab sich exakt das, was andere nicht für möglich gehalten haben, was ich jedoch als wahrscheinlich erachtetE:

 

Der Altantrag wird neu aufgerollt, natürlich zu den gesetzlichen Bedingungen nach 2011, und der Kläger, der zukünftige Betreiber der Anlage, kann bisher von ihm zur Einreichung verweigerter Unterlagen, z.B Brandschutz, nachreichen.

 

Tragisch:

Ein Schlachtsieg von Kapitalisten. Ein Teilsieg jedoch nur, wie ich meine. Ob der aktuell dem höhepüunkt zugehende kapitalistische Krieg gewonnen wird, zeigt sich wohl in Zukunft.

 

Vielleicht hat eine neue Bundesregierung den Mumm Massentierhaltung endlich zu verbieten und somit das Fazit, "Weiter wie bisher ist keine Option!", des Weltagrarberichts von 2008 umzusetzen. Nämlich den Abgesang der Agrarpolitik der letzten 50 Jahre.- Ich glaube daran, obwohl ich meine, dass etablierte Politiker Marionetten der Großfinanz sind.

 

Faktisch ist zu erkennen, dass ein entsprechendes Umdenken im Gange und irrreversibel ist. Womit ich meine sichtweise bestätige.

 

Herzliche Grüße

Axel

 

*Eine weitere Möglichkeit ist die, dass er schon wieder entsprechend "schlampig" tätig gewesen ist. Womit er als Justitiar für den Kreis mich micht mehr haltbar wäre. Beim letzten Mal brachte er die Kreisrätin in eine prekäre Situation. Heute all die Menschen, die sich für das Wohl von Mensch und Tier einsetzen.

 

Selbst die Richterin erwähnte während der öffentlichen Sitzung, dass der Justitiar viele Fehler begangen habe. Unter anderem so fahrlässige, wie die Nichtsetzung von Fristen! - Etwas, was selbst einem Jura-Studenten im ersten Semester nicht mehr geschehen dürfte. - Es sei denn, es waren eben doch keine Fehler, sondern Absicht...

 

 

Nachtrag vom 30.06.2013:

Auszug aus einem Bericht der Albert Schweizer-Stiftung

"Besonders stark war der Rückgang mit 1,1 Mio. weniger getöteten Tieren erneut bei den Masthühnern. Zudem wurden 653.000 Enten, 280.000 Puten und 65.000 Rinder weniger geschlachtet. Leider wurden auf der anderen Seite 198.000 »Suppenhühner« (verschlissene Legehennen) und 181.000 Schweine mehr getötet. Bei den anderen Tierarten gab es nur kleine Abweichungen. Im Vergleich zur Gesamtzahl von fast 185 Mio. geschlachteten Tieren im 1. Quartal fällt der Gesamtrückgang leider recht gering aus. Aber auch wenn die Verringerung klein ist, freuen wir uns sehr über die Richtung sowie über jedes einzelne Tier, das dem Schlachtmesser entgangen ist (bzw. gar nicht erst quälerisch gehalten wurde)."

 

Ich teile den aboslutistischen Grundsatz der Albert-Schweizer-Stiftung "Vegan und vegetarisch über allem." nicht, da ich mir bewusst bin, dass zur menschlichen Existenz das Töten dazu gehört, um überleben zu können. Außerdem ist mir bewusst, dass auch Pflanzen eine Art Nervensystem haben. Wenn jeder von uns also tötet, um leben zu können, bzw. töten läßt, um leben zu können, dann denke ich, dass wir so frei und akzeptierend sein können, jeden Menschen frei entscheiden zu lassen, was er ist und zukünftig essen möchte.

 

Logisch: Massentierhaltung und Agrarindustrie sind ein "no go", wie es der Weltagrarbericht von 2008 aussagt. Doch ist der entsprechende Bewusstseinswandel im vollen Gange und irreversdibel. Begeben wir uns, dies bewusst habend, nun als überwiegend in eine liebevolle Energie oder gehen wir noch immer, mit dem Argumten des Tierschutzes" in den haßerfüllten Kampf gegeneinander?

 

Auch mir fällt es mitunter schwer den Haß loszulassen. Doch übe ich mich in der Tolleranz. Denn direkt werden wir nur durch sie ermöglichen, dass wir in einen lösungsorientierten Dialog mit Andersdenkenden gelangen. Und direkt, wird nur dieser zum Ziel führen humanert zu töten und auch den Tieren und Pflanzen ein LEBEN vor dem Tod ermöglichen.

 

Ob das den Menschen bewusst ist, die jetzt wieder in Massentierhaltung investieren?

 

Namasté

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Medica Mentem 

ist latainisch

und bedeutet so viel wie

Heile den Geist“.

Wir nutzen den Begriff im Sinne von:

„Wessen Geistes Kind bist du?“.

 

Wir haben uns der Herausforderung gestellt

immer öfter, umfassender und langanhaltender

den Geist des Natürlichen, das Miteinanders,

zum Ausdruck zu bringen.

 

Daher schaffen wir auch seit 2012 daran einen Abenteuerhof für Kinder auf Basis der Permakultur aufzubauen, der von unseren Mitmenschen auch angenommen wird.

 

Dafür sind wir seit Juli 2016 dabei wieder von vorne anzufangen. Den auf dem ersten Hof, war vieles anders als erhoffft. Vor allem wurde unser Tun nicht Wert geschätzt, sondern sabotiert und wir diskreditiert.

 

Vorzuleben, ob und wie wir es schaffen, öfter zufrieden, öfter im Sein zu sein, das ist das Ziel, also auch der Weg.  


 

 

 

 

 

 

Gästebuch:

Kommentare: 4
  • #4

    Heike Sprave (Mittwoch, 04 Januar 2017 22:58)

    Eine wunderbare Seite. Es lohnt, sich darin zu vertiefen - vor allem wenn einem bewusst ist, dass der Mensch nur wenig braucht um Mensch zu sein. Danke für die vielen Informationen

  • #3

    Biene (Donnerstag, 05 November 2015 13:45)

    Hallo, die Seite ist sehr schön gestaltet. Vielleicht wäre es aber doch gut, ein Rechtschreibprogramm zu finden ;o)

  • #2

    Gabi und Franz (Donnerstag, 27 August 2015 13:10)

    Hallo Axel, habe endlich Zeit und Ruhe gefunden durch eure Seiten zu klicken und habe viel von dem wiedergefunden was wir suchen. Arbeite immer noch deine Massage von Bückeburg auf. Hoffe wir sehen uns bald wieder. Unbekannterweise liebe Grüße an deine Familie von uns.

  • #1

    Ralf (Freitag, 24 Juli 2015 12:49)

    Tolle Seite,

    danke für deine Massage in Bückleburg und für die Übungsanleitungen. Die "ziehen" wirklich rein.

    Gruss
    Ralf