Obstsharing sei Dank!

Selbst eingemacht. Kirschasaft und Kirsch-Schmaus (mit nur 30% Rohrohrzucler)
Selbst eingemacht. Kirschasaft und Kirsch-Schmaus (mit nur 30% Rohrohrzucler)

Namasté!

 

Aktuell ereignet sich so viel, dass ich gar nicht zum Schreiben kam. Zumindest über ein Ereignis der letzten Woche möchte ich jedoch kurz berichten.

 

Dank Thomas Kuper, tätig für den BUND und in Hameln-Pyrmont der Ansprechpartner für den Bereich "Obstsharing", haben wir Zugang zu einem älteren Paar bekommen, die sich danach sehnten, dass ihr Kirschbaum leer gepflückt wird, bevor noch mehr Kirschen an ihm verfaulen.  Und so fuhren wir noch am selben Tag zu dritt los, um die Kirschen zu "retten".

 

Als wir in Hameln ankamen sahen wir ihn schon stehen, einen prachtvoll vollen Kirschbaum in mitten einer Wohnsiedlung. Herr umd Frau Clemens, die "Eigentümer" des Baumes empfingen uns sehr zuvorkommend. So standen bereits zwei Leitern, ein Rechen und diverse Eimer unter dem Baum, dessen Früchte wir pflücken wollten.

 

Während des Pflückens wurden wir erst gewahr,, wie viele Kirschen schon verrottet waren, weil die beiden Herrschaften sich in einem Alter und einer Gesundheit befanden, die es ihnen nicht mehr ermöglichte auf einer Leiter stehend Kirschen von einem Baum zu pflücken. Und da die Kinder uninteressiert sind und sich auch in der Nachbarschaft niemand finden ließ, der die Kirschen haben und eben auch pflücken wollte, kamen wir zum Zug.

 

Für uns kaum vorstellbar! Da kaufen Menschen lieber gespritztes Obst im Geschäft, als ungespritztes Obst selbst zu pflücken? Nun, ein Segen für uns. Und zwar in doppelter Hinsicht.

 

Während des Pflückens erfuhren wir nämlich, dass der Baum seine letzte Saison erleben und einem neuen Baum weichen sollte. Und so berieten wir uns zu dritt während des Pflückens von letztendlich über 40kg Kirschen. Sonja, Beate und ich kamen darin überein, dass der Kirschbaum leben bleiben sollte.

 

Und so frugen wir die Herrschaften, ob sie uns die Möglichkeit geben möchten, dass wir die Patenschaft für den Baum übernehmen können. Im Winter zurecht schneiden, im Frühjahr Wurmfallen einbringen und im Spätsommer die Ernte einholen. Im Gegenzug würden die beiden Rentner von uns ungespritztes Gemüse aus unserem Garten erhalten. Eine klassische Win-Win-Situation also.

 

Die beiden erbaten sich eine Überdenkzeit, die wir sehr gern einräumten.

 

Herr Clement rief dann einige Tage später an, um mitzuteilen, dass sie es auch so haben möchten. Der Baum liegt eben auch ihm am Herzen. nicht zuletzt, weil er den Schatten spendet, der das Wohnzimmer im sommer angenehm kühl hält.

 

Am Samstag werden die beiden nun zu uns kommen, mit einem Vereinbarungsentwurf über die Pflege eines Obstbaumes. Wir freuen uns schon jetzt darauf!

 

Ach ja, die 40kg Kirschen wurden zu 30kg entkernten Kirschen, aus denen wir 6 Liter Kirschsaft, 64 Gläser Kirschmarmelade und entsprechend viel 1kg Tiefkühlportionen Kirschen gemacht haben.

 

Danke, an Herrn Kuper, Herrn und Frau Clemens und, logisch, auch an uns selbst.

 

Herzliche Grüße

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Kommentare: 1
  • #1

    Kuper (Freitag, 26 Juli 2013 08:02)

    Sehr geehrter Herr Wartburg

    Na davon hatten wir aber nicht gesprochen-schmunzel...,dass Sie solch ein Dankes-Schreiben dem Obstsharing Hameln-Pyrmont vomBUND widmen. Dennoch ist unsere Freude groß, dass wieder einmal zu solch einer schönen Zusammenkunft von Menschen kam.

    Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg für ihr Projekt

    Thomas Kuper
    BUND-Kreisgruppe Hameln-Pyrmont

    Handy: 0174 / 8506259
    obstsharing-hameln-pyrmont@outlook.de
    http://hameln-pyrmont.bund.net/themen_und_projekte/obstsharing/

aboutpixel SVAIR
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Medica Mentem 

ist latainisch

und bedeutet so viel wie

Heile den Geist“.

Wir nutzen den Begriff im Sinne von:

„Wessen Geistes Kind bist du?“.

 

Wir haben uns der Herausforderung gestellt

immer öfter, umfassender und langanhaltender

den Geist des Natürlichen, das Miteinanders,

zum Ausdruck zu bringen.

 

Daher schaffen wir auch seit 2012 daran einen Abenteuerhof für Kinder auf Basis der Permakultur aufzubauen, der von unseren Mitmenschen auch angenommen wird.

 

Dafür sind wir seit Juli 2016 dabei wieder von vorne anzufangen. Den auf dem ersten Hof, war vieles anders als erhoffft. Vor allem wurde unser Tun nicht Wert geschätzt, sondern sabotiert und wir diskreditiert.

 

Vorzuleben, ob und wie wir es schaffen, öfter zufrieden, öfter im Sein zu sein, das ist das Ziel, also auch der Weg.  


 

 

 

 

 

 

Gästebuch:

Kommentare: 4
  • #4

    Heike Sprave (Mittwoch, 04 Januar 2017 22:58)

    Eine wunderbare Seite. Es lohnt, sich darin zu vertiefen - vor allem wenn einem bewusst ist, dass der Mensch nur wenig braucht um Mensch zu sein. Danke für die vielen Informationen

  • #3

    Biene (Donnerstag, 05 November 2015 13:45)

    Hallo, die Seite ist sehr schön gestaltet. Vielleicht wäre es aber doch gut, ein Rechtschreibprogramm zu finden ;o)

  • #2

    Gabi und Franz (Donnerstag, 27 August 2015 13:10)

    Hallo Axel, habe endlich Zeit und Ruhe gefunden durch eure Seiten zu klicken und habe viel von dem wiedergefunden was wir suchen. Arbeite immer noch deine Massage von Bückeburg auf. Hoffe wir sehen uns bald wieder. Unbekannterweise liebe Grüße an deine Familie von uns.

  • #1

    Ralf (Freitag, 24 Juli 2015 12:49)

    Tolle Seite,

    danke für deine Massage in Bückleburg und für die Übungsanleitungen. Die "ziehen" wirklich rein.

    Gruss
    Ralf