Wie das Leben so spielt

Vom Grundsatz her wollen wir weg. Und auch jene, die direkt um uns herum wohnen, bzw. auch unser Vermieter, würden uns lieber heute als morgen hier weg haben.


Doch scheinbar haben wir hier noch immer die eine oder andere Lektion zu erfassen, bzw. zu lernen.


Und zwischenzeitlich werden wir hier eher mehr, denn weniger.


Vor fünf Tagen sind zwei Hängebauchschweine bei uns eingezogen. Der ehemalige Besitzer suchte sie dringend abzugeben. Und da sie uns zum einen an die Schweine erinnern, die wir später auch halten möchten - genau, Schwäbisch Hällische - und weil ich dachte, den Fuchs so fern  halten zu können, ohne den Elektrozaun bauen zu brauchen, fiel die Entscheidung sie aufnzunehmen leicht.


Ok, das mit dem "Fuchs fern halten" stimmt denn wohl nur am Tage. Und da die zwei Süßen, die auf die Namen Rosalie und Wilma hören, gern auf Nachbars Grundstück spazieren, hatte ich den Zaunbau dann doch, und zwar sowohl umfassender, als auch schneller, voranzutreiben und umzusetzen.

2500m² wurden der Art eingezäunt, dass ich alle 30m einen Pflock in den Boden rammte und an jedem Pflock vier Isolierte Schraubhaken anbrachte, um in sie einen blanken Draht einzulegen.


Nur so, meinte der verkaufende Fachmann, würden Hühner und dicht behaarte Tiere auch genug Spannung abbekommen, um sich zu merken, dass hier eine Grenze ist.


Nun, entweder hat der Fuchs eine lange Leitung, oder es sind denn doch diverse Füchse, die sich bei uns am Geflügel bedienen wollten. Beate meint letzte Nacht mehrere Füchse jaulen gehört zu haben.


Zu fressen bekommen die zwei aktuell überwiegend das, was die Weide hergibt. wie es die Natur auch selbst hält. Nur ab und an füttern wir Essensreste bei.



Jedenfalls fühlen sich Wilma und Rosalie, letztere trägt den Namen, weil sie eine rosa Schnauze hat, sauwohl, wie leicht zu erfassen ist.


Aktuell schlafen sie draußen. Allerdings will ich die Böschung des Baches frei haben, damit der Pächter der Fischteiche bequem zu seinem Wasserzulauf kommen kann. Er hätte sonst ja seine Brücke zu reparieren und sich einen Zugang von der anderen Seite des Baches anzulegen.


Und außerdem mag es sein, dass wir noch einen Knotenzaun zu setzen haben. Denn bei der Freilandhaltung von Schweinen ist das so gesetzlich vorgesehen. "Seuchenschutz". Allerdings scheint es auch eine Ausnahme zu geben. Wenn der Stall gleich an die Weide grenzt, fällt das irgendwie unter eine Art des Auslaufes, die dann keinen doppelten Zaun braucht, wie ich irgendwann einmal gehört habe. Na, ich werde es bald erfahren. Schließlich sind die Tiere erst einmal anzumelden. Und dann frag ich mal, wie das nun läuft, wenn die Schweine so gerhalten werden, wie wir es machen.


"Auch" gerettet haben wir vorgestern eine trächtige Feuersalamander-Dame. Sie überquerte gemächlich eine Straße, auf der ich gen Heimat fuhr. Und da ich mir darüber bewusst bin, dass es nicht viel Autofahrer gibt, die die Straße vor sich nach Kleintieren scannen, um an diesen vorbei zu fahren, und ich hier in drei Jahren schon zwei überfahrene Feuersalamander erlebt habe, setzte ich den Warnblinker, blockierte die Straße und nahm das Tier gleich auf, um es bei uns am Bach auszusetzen. Vielleicht siedelt sich die Art dann auch hier im Glessetal wieder an, nachdem sie von den in der Landwirtschaft eingesetzten Giften ausgerottet wurde. Wir werden es erleben.



Unsere zwei Großen. Ist schon ein bemerkenswerter Aspekt, die so zu schreiben. War doch bis vor kurzem Lutz der kleine Große und Elia der große Kleine. ♥


Na, jedenfalls haben beide einen (neuen) Traktor bekommen. Also Elia seinen ersten und Lutz einen neuen, da beim alten die Lenkung immer öfter versagt hat.


Die Freude der beiden hält an. Ich will mal schauen, ob wir für den Kleinen von Elia auch noch Gummireifen bekommen. Haben einfach mehr Grip. Brauchen jedoch auch mehr Muskelschmalz, um den Traktor per Pedal bewegt zu bekommen...

Die Natur legt sich wieder mächtig ins Zeug! Was so alles sprießt, treibt und gedeiht, nach ein paar Tagen mit Regen.


Rechts, links von der fetten Henne, Knoblauchrauke. Wir freuen uns bereits auf die nächste Kräuterbutter!


Erdbeeren, noch ein wenig mickrig hier, wachsen und blühen bereits in den anderen Beeten.


Die Goji-Beere grünt bis "zum Abwinken und die eine oder andere Staude macht sich bemerkbar.


Links, am oberen Bildrand ein Fasserfass, in dem sowohl die im April abgeschnittenen Pfirsichäste wieder austreiben, als auch die abgeschnittenen Johannisbeeräste zusätzlich auch noch Fruchtansätze gebildet haben. Eigentlich sollten zumindest die Pfirsichäste keine Wurzeln bekommen, wurde mir gesagt. Trotzdem hab ich etwas Weidenholz ins Fass gegeben, damit dieses das entsprechende Wachstumshormon abgibt, was Wurzelwuchs anregt. 


Und die Johannisbeeren? Na, zumindest die Altsträucher sitzen voll mit Fruchtansätzen. Endlich!


In den ersten Jahren war fast nichts zu erleben. wir dachten schon, dass die Pflanzen zu alt wären. Deshalb kauften wir ein paar neue. Wie diese hier.


Doch auch diese bildeten kaum Fruchtansätze. Erst nachdem ich im letzten Jahr und in diesem Frühjahr ordentlich natürlich düngte...


Vermutlich war auch dieser Boden enorm ausgelaugt. Wie so oft bei Landwirten die Mineraldünger einsetzen. Mutterboden = Wüstenboden. 


Auch das Bodenleben haben wir in den letzten Jahren enorm aktivieren können. Krailten wir im ersten und zweiten Jahr ein Beet, fanden wir auf der Länge von 8 m evtl. ein oder zwei Regenwürmer. Ackerwürmer schon mal gar nicht! Und heute, grab ich mit der Pflanzschaufel ein kleines Loch und sehe gleich eine Hand voll Würmer. Kraile ich, sehe ich spätestens nach jedem zweiten Auflockern des Bodens ein bis zwei dicke fette und ca. 15-20cm lange Ackerwürmer. So sollte es sein, denke ich.

Und auch am Hühnerstall unterm Badezimmer nimmt alles seinen Lauf. Die Himbeeren werden dieses Jahr wohl eine noch nicht erlebte Ernte erbringen. - Logisch, auch hier wurde natürlich gedüngt. 


Damit wir bei Regen nicht mehr mit völlig verschlammten Schuhen in den Stall gehen, weil wir bis zu 10 cm tief im Morast einsanken, hab ich genug geschottert.


Die Türe werde ich wohl noch umbauen. Unten werde ich wohl eine Siebdruckplatte anbringen und an ihr eine elektrische Hühnertür.


Dann sind die Hühner früher raus und wir können abends drinnen bleiben.


So viel von Anfang Mai von uns.


Herzliche Grüße

Axel

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Medica Mentem 

ist latainisch

und bedeutet so viel wie

Heile den Geist“.

Wir nutzen den Begriff im Sinne von:

„Wessen Geistes Kind bist du?“.

 

Wir haben uns der Herausforderung gestellt

immer öfter, umfassender und langanhaltender

den Geist des Natürlichen, das Miteinanders,

zum Ausdruck zu bringen.

 

Daher schaffen wir auch seit 2012 daran einen Abenteuerhof für Kinder auf Basis der Permakultur aufzubauen, der von unseren Mitmenschen auch angenommen wird.

 

Dafür sind wir seit Juli 2016 dabei wieder von vorne anzufangen. Den auf dem ersten Hof, war vieles anders als erhoffft. Vor allem wurde unser Tun nicht Wert geschätzt, sondern sabotiert und wir diskreditiert.

 

Vorzuleben, ob und wie wir es schaffen, öfter zufrieden, öfter im Sein zu sein, das ist das Ziel, also auch der Weg.  


 

 

 

 

 

 

Gästebuch:

Kommentare: 4
  • #4

    Heike Sprave (Mittwoch, 04 Januar 2017 22:58)

    Eine wunderbare Seite. Es lohnt, sich darin zu vertiefen - vor allem wenn einem bewusst ist, dass der Mensch nur wenig braucht um Mensch zu sein. Danke für die vielen Informationen

  • #3

    Biene (Donnerstag, 05 November 2015 13:45)

    Hallo, die Seite ist sehr schön gestaltet. Vielleicht wäre es aber doch gut, ein Rechtschreibprogramm zu finden ;o)

  • #2

    Gabi und Franz (Donnerstag, 27 August 2015 13:10)

    Hallo Axel, habe endlich Zeit und Ruhe gefunden durch eure Seiten zu klicken und habe viel von dem wiedergefunden was wir suchen. Arbeite immer noch deine Massage von Bückeburg auf. Hoffe wir sehen uns bald wieder. Unbekannterweise liebe Grüße an deine Familie von uns.

  • #1

    Ralf (Freitag, 24 Juli 2015 12:49)

    Tolle Seite,

    danke für deine Massage in Bückleburg und für die Übungsanleitungen. Die "ziehen" wirklich rein.

    Gruss
    Ralf